Adieu Amtsdeutsch – Wir polieren Ihre Behördentexte

Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz – angeblich eines der längsten deutschen Wörter. Und das beste daran: Das Wort hat es tatsächlich gegeben, und zwar im Jahr 1999 als Teil eines Gesetzesvorhabens in Mecklenburg-Vorpommern. Das brachte dem Minister viel Gelächter, aber ausländische Online-Medien amüsierten sich prächtig über eines der längsten gültigen zusammengesetzten Hauptwörter der deutschen Sprache. Noch länger wäre dann wohl nur Schweinefleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz. Mehr Amtsdeutsch geht nicht, da wiehert der Amtsschimmel.

Aber Spaß beiseite! Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter einer Verwaltung, einer Behörde, einem Ministerium oder einem Amt hat man es nicht leicht. Denn die meisten Texte, die dort verfasst werden, müssen nicht nur der Chefin oder dem Chef gefallen, sondern vor allem möglichst rechtlich eindeutig und unangreifbar sein. Nicht umsonst haben Juristen eine ganz spezielle Sprache entwickelt, die für Außenstehende manchmal etwas komisch klingt.

Die Probleme mit dem Amtsdeutsch

Die Ambivalenz, die eine ungeschickte Wortwahl zulässt, soll unter allen Umständen vermieden werden. Rechtssicherheit ist das Wichtigste. Amtsdeutsch besticht durch eine hohe Frequenz von Nominalkonstruktionen – also Hauptwörtern –, besonders solche, die auf -ung, -heit oder -keit enden. Dazu möglichst viele Fachbegriffe und unverständliche Abkürzungen, unnötige Füllwörter, Passivkonstruktionen und nie enden wollende Bandwurmsätze – und fertig ist das offizielle Schreiben mit Brief und Siegel.

Eine Studie der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat ergeben, dass es vier von fünf Abiturienten oder Akademikern Probleme bereitet, Beamtendeutsch zu verstehen. Trotz aller sprachlichen Präzision gilt nämlich: Wenn selbst die Steuerberaterin das Schreiben vom Finanzamt nicht richtig interpretieren kann, dann läuft etwas falsch. Und wer es tagtäglich gewohnt ist, offizielle Bescheide zu verschicken, dem fällt es oft nicht leicht, einen Flyer, eine Pressemitteilung oder einen Webseitentext zu formulieren.

Viele Verwaltungen wollen lesbarere Texte

Doch es tut sich etwas: Seit 2009 gibt es im Justizministerium und im Bundestag sogenannte Redaktionsstäbe. Sie sollen dabei helfen, Gesetze verständlicher und trotzdem rechtssicher zu formulieren. Was ist aber mit Länderministerien oder Ämtern von Kreisen oder Gemeinden? Ein eigenes, festes Redaktionsteam können sich diese Verwaltungen meist nicht leisten.

Da kommt die Textpolitur ins Spiel. Mit unserer langjährigen Erfahrung können wir helfen, Amtsdeutsch verständlicher zu machen. Wir redigieren, lektorieren und korrigieren Texte von Behörden, Ämtern und Verwaltungen und machen konkrete Formulierungsvorschläge, sollte der Text schwer lesbar oder unverständlich bleiben. Wir gehen bei dem Lektorat sehr behutsam vor – geht es ohne das Wort Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz nicht, so bleibt es natürlich im Text. Denn das Ziel des Lektorats ist es, die Intention des Ursprungstextes nicht zu verändern. Dabei sind alle Änderungen an den Originaltexten für Sie immer nachvollziehbar und im Zweifel reversibel.

Das kann die Textpolitur für Sie tun

Wir polieren Ihre

  • Standard-Schriftstücke, z.B. Bescheide oder Vordrucke
  • Anträge
  • Bewerbungs- und Förderungsunterlagen
  • Ausschreibungen
  • Flyer, Broschüren, Plakate und andere Bürgerinformationen
  • Webseiten.

Einfache Tipps können Ihnen dabei helfen. Der Hamburger Autor und Journalist Peter Berger hat in seinem Buch „Flotte Schreiben vom Amt – Eine Stilfibel“ zehn wichtige Ratschläge zusammengestellt:

  • Stellen Sie Gesetze ans Ende
  • Streichen Sie Behördenfloskeln
  • Verwenden Sie Verben
  • Pusten Sie Kanzleideutsch weg
  • Knacken Sie Schachtelsätze
  • Erklären Sie Fachbegriffe
  • Verzichten Sie auf Füllwörter
  • Keine Abkürzungen
  • Vermeiden Sie Amtston
  • Schaffen Sie eine Service-Oase

Lintipp: Verwaltungstexte verständlich schreiben, Kreis Soest

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